Rehasportverein selbst gründen oder doch Kooperation - FAQ Rehasport

Rehasportverein selbst gründen

Einen Rehasportverein selbst gründen bedarf einiger Formalitäten und (zeitaufreibenden) Prozesse. Vorab: Man sollte sich ganz genau überlegen, ob sich das lohnt (Zeit-, Personal- und Opportunitätskosten) oder ob man mit einem bestehenden Sportverein kooperiert.

  1. Der neu gegründete Verein muss seine Gemeinnützigkeit nachweisen und Mitglied in einem entsprechenden Landessportverband sein
  2. Ein Rehasportverein benötigt mindestens 7 Gründungsmitglieder
  3. Vereinssatzung und Protokoll der Mitgliederversammlung muss erstellt, von allen Mitgliedern unterschrieben und notariell beglaubigt werden
  4. Die Unterlagen müssen beim zuständigen Amtsgericht sowie Registergericht eingereicht werden
    –> Nur dann ist der Verein offiziell mit e. V. eingetragen und erhält eine Vereinsregisternummer
  5. Für eine Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen braucht man eine von der ARGE vergebene IK-Nummer
  6. Letztendlich braucht es ein Vereinskonto für ein SEPA-Mandat, um die Mitgliedsbeiträge abrechnen zu können
  7. Es bedarf zudem eine gute Kalkulation für eventuell anfallende Kosten (Webseiten, Buchungssysteme, Mitarbeiter, etc.)

Wenn man also einen Rehasportverein selbst gründen will, sollte man sich mehrere Wochen Zeit nehmen. Nicht nur die Planung, sondern auch die Klärung aller Formalitäten gilt es zu berücksichtigen. Diese brauchen in der Regel mehrere Wochen bzw. Monate. Es empfiehlt sich also selten, einen Rehasportverein selbst zu gründen, da die Tiefe und Komplexität oft sehr schwer zu händeln sind.

 

Kooperation mit einem (Reha)Sportverein

Eine Kooperation mit einem bestehenden Rehasportverein ist besonders interessant für Therapeuten, Vereine oder Fitnessanbieter, die über die entsprechenden Qualifikationen sowie Räumlichkeiten verfügen. Die Abrechnung mit den Kostenträgern ist in diesem Fall eine Belastung, die man bequem outsourcen kann. Wer also plant, sich einem bestehenden Verein anzuschließen, sollte sich über diese Punkte informieren:

  • Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Einrichtung muss vertraglich klar definiert sein
  • Es muss eine Interessenklarheit beider Seiten vorliegen und eine einheitliche Strategie sowie Ziel verfolgt werden
  • Man muss sich über den administrativen Mehraufwand bestens informieren, damit Abrechnungen zeitnah und unkompliziert ablaufen

Falls Sie doch lieber mit einem offiziell anerkannten Verein kooperieren wollen, um Rehasport in ihrer Einrichtung anzubieten, nehmen Sie doch gerne Kontakt zu uns auf. Bitte informieren Sie sich vorab nochmals über unsere Serviceleistungen für Rehasport-Anbieter.